Bakteriostatisches Wasser
Kurz gesagt Bakteriostatisches Wasser ist steriles Wasser mit einem konservierenden Zusatz, meist Benzylalkohol. Es bleibt nach dem Anstechen länger brauchbar als steriles Wasser ohne Zusatz.
Schlecht wasserlösliche Peptide brauchen manchmal einen sauren Ansatz. Dafür gibt es verdünnte Essigsäure als Laborreagenz.
Der Zusatz ist in aller Regel Benzylalkohol, üblich in einer Konzentration von 0,9 Prozent. Er hemmt das Wachstum von Keimen, tötet sie aber nicht ab — daher der Name: bakteriostatisch, nicht bakterizid. Für ein Gefäss, aus dem über Tage entnommen wird, ist das der entscheidende Unterschied zu sterilem Wasser ohne Zusatz.
Angestochen bleibt eine solche Lösung nach Herstellerangabe üblicherweise etwa vier Wochen bei Kühlung brauchbar. Massgeblich ist immer das Datenblatt des jeweiligen Produkts, nicht die Faustregel.
Bakteriostatisches Wasser ist ein Lösungsmittel und kein Wirkstoff. Es wird wie jedes Reagenz mit Charge und Ablaufdatum geführt; nach dem ersten Anstechen gehört das Datum auf das Etikett.
Es gibt Ansätze, in denen Benzylalkohol stört. Dann ist steriles Wasser ohne Zusatz die richtige Wahl, verbunden mit der Auflage, sofort in kleine Portionen aufzuteilen und kühl zu lagern. Beide Reagenzien stehen im Katalog unter Laborreagenzien.