Startseite / Forschungsbibliothek / MOTS-c: ein Peptid aus dem Genom der Mitochondrien
Vial MOTS-c 10 mg aus dem SwissPeps-Sortiment

MOTS-c: ein Peptid aus dem Genom der Mitochondrien

SwissPeps-Forschungsteam · Aktualisiert 16. Oktober 2026 · ~3 Min. Lesezeit

Die meisten Peptide im Sortiment gehen auf Gene im Zellkern zurück. MOTS-c ist eine Ausnahme, denn seine Bauanleitung liegt in der mitochondrialen DNA. Hier finden Sie die überprüfbaren Daten zur Struktur, Hinweise zur Lagerung und eine offene Einordnung der drei vorhandenen Analysenberichte.

Ein Gen ausserhalb des Zellkerns

Mitochondrien besitzen ein eigenes kleines Genom, ein Überbleibsel aus der Zeit, als sie eigenständige Zellen waren. Genau in diesem mitochondrialen Erbgut, nicht im Kerngenom, ist MOTS-c verschlüsselt. Laborstudien befassen sich mit seiner Rolle für den Zellstoffwechsel, für Signalwege des Insulins und für Prozesse, die von AMPK abhängen. Was das für einen lebenden Organismus bedeutet, ist offen und Gegenstand laufender Studien.

Ein zweites Molekül mit Mitochondrienbezug ist SS-31. Der Zusammenhang ist dort jedoch umgekehrt: SS-31 wird nicht in den Mitochondrien kodiert, sondern gezielt zu ihnen gelenkt. Weitere Substanzen dieses Forschungsfeldes stellt der Beitrag über Longevity-Peptide vor.

Die 16 Glieder im Überblick

Im Einbuchstabencode geschrieben lautet die Sequenz MRWQEMGYIFYPRKLR. Sie beginnt mit Met-Arg-Trp, endet mit Lys-Leu-Arg und umfasst insgesamt 16 Aminosäuren.

Die Werte sind in der Spezifikationstabelle der MOTS-c-Produktseite aufgeführt. Mit 2174,60 g/mol ist MOTS-c etwa fünfmal so schwer wie ein kurzes Regulationspeptid und erreicht knapp die Hälfte der Masse langer Stoffwechselmoleküle wie Retatrutid.

Methionin und die Frage der Lagerung

Unter den zwanzig Standardaminosäuren reagiert Methionin am leichtesten mit Sauerstoff. Mit zwei Methioninen in einer Kette von 16 Gliedern hat das praktische Folgen: Oxidiert eines davon, nimmt die Masse messbar zu. Die Massenspektrometrie zeigt in diesem Fall ein zweites Signal, etwas schwerer als das Zielmolekül.

Aus diesem Grund ist eine kühle, lichtgeschützte Aufbewahrung bei MOTS-c wichtiger als bei Peptiden ohne Schwefel. Das gilt bereits für das lyophilisierte Pulver und erst recht nach der Rekonstitution.

Drei Zertifikate, drei Werte

Im Zertifikatsregister sind drei Analysenberichte zu MOTS-c hinterlegt, alle aus 10-mg-Chargen und damit aus der Vialgrösse, die SwissPeps anbietet. Zwei Berichte nennen für die Reinheit 99,8 Prozent beziehungsweise einen Wert oberhalb davon, der dritte 97,6 Prozent.

Der Wert von 97,6 Prozent fällt sichtbar ab. Er bleibt trotzdem im Register, denn ein Verzeichnis, das ungünstige Ergebnisse aussortiert, dokumentiert nichts mehr. SwissPeps sagt keine pauschale Mindestreinheit zu; jeder Wert gehört zu genau einer Charge und steht auf deren Zertifikat.

Bemerkenswert: Exakt 97,6 Prozent weist auch ein Bericht zu einer Charge BPC-157 aus. Beide Messungen stammen aus demselben Labor und aus demselben Zeitraum. Wie man solche Angaben einordnet, beschreibt der Leitfaden Anbieter prüfen.

Mittlere Kettenlänge in der Synthese

Für 16 Glieder sind in der Festphasensynthese 15 Kopplungen nötig. Das sind deutlich mehr als bei den Tetrapeptiden im Sortiment, aber weit weniger als die 38 Schritte bei Retatrutid. Der Anteil unvollständiger Ketten, den die Reinigung entfernen muss, liegt entsprechend im Mittelfeld.

Vom Reinheitswert getrennt zu betrachten ist der Peptidgehalt. Wegen Gegenionen und Restfeuchte enthält das Pulver weniger reines Peptid, als der Reinheitswert vermuten lässt.

In Lösung bringen

MOTS-c wird als lyophilisiertes Pulver geliefert; was die Lyophilisation bewirkt, erklärt das Glossar. Gelöst wird es mit bakteriostatischem Wasser, die Konzentration berechnet der Rekonstitutionsrechner. Das Produkt ist ausschliesslich für die In-vitro-Laborforschung bestimmt.

Häufige Fragen

Warum gilt MOTS-c als mitochondriales Peptid?

Weil seine Bauanleitung in der eigenen DNA der Mitochondrien liegt und nicht im Zellkern. Chemisch handelt es sich um eine Kette aus 16 Aminosäuren.

Weshalb ist ein Bericht mit 97,6 Prozent im Register sichtbar?

Das Register zeigt alle Berichte, auch ungünstige. Der Wert gehört zu einer einzelnen Charge; die beiden anderen Berichte liegen bei 99,8 Prozent und darüber.

Was macht die Lagerung von MOTS-c anspruchsvoller?

Die zwei Methionine. Sie oxidieren leichter als alle anderen Standardaminosäuren, und eine Oxidation verändert die Masse messbar. Kühle und lichtgeschützte Aufbewahrung ist deshalb sinnvoll.

Nur für Forschungszwecke. Dieser Inhalt ist informativ. Die erwähnten Produkte werden ausschliesslich für die In-vitro-Labor- und wissenschaftliche Forschung geliefert, nicht für den menschlichen oder tierärztlichen Gebrauch. Für eine Bestellung müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein.

Passend dazu: MOTS-c 10 mg · Zertifikatsregister · Peptid-Glossar · Forschungsbibliothek